JAG in Gerlos 2026
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JAG in Gerlos 2026

Wir sind nicht allein! (15. + 16. 1.)

Die Fahrt ging los.
Spät.
Sehr spät.
Später als gedacht!

Nicht auszudenken, was hätte passieren können, als der Busfahrer uns im Vorab informierte, dass er mit seinem Gefährt um Einiges früher käme und die Schule es bitte den SchülerInnen mitzuteilen, damit man einen schnelleren Start habe.
Nicht auszudenken! Es wäre der reine Wahnsinn gewesen, wenn der Bus tatsächlich auch früher gekommen wäre!

So mussten wir uns diesem Wahnsinn gar nicht erst aussetzten, das Leben und möglicherweise dessen negative Beeinflussung auf diese Weise herauszufordern.

Und so ging es los, nach dem großen Drängeln, und wenigstens später als versprochen, sodass (oder damit?) das Schicksal noch einige weitere wertvolle Momente zwischen Kindern und Eltern zuließ, allein durch eine winzige Scheibe getrennt. Und niemand musste das Schicksal versuchen.


Immer wieder in einem Leben hat der/ die Lebende vielleicht einmal selbst die Erfahrung gemacht, dass eine frühzeitige (großzügige) Überweisung auf das kosmische Karmakonto die unwägbaren Gefahren eines großen Wagnisses besänftigt hat. So, meine These, auch in unserem Fall: Der langgezogene Abschied bei der Abfahrt in BLB hat uns eine erstaunlich ereignislose, schlaflose Fahrt beschert, ohne unangenehme Überraschungen. In den Pausen war ein zu einem Getränketransporter umfunktionierter, langgezogener alter italienischer Roller in der Raststätte Spessart schon das Aufregenste der Hinfahrt.

Mit einer Ausnahme: Mir schien die ganze Zeit schon eine spürbare, aber nicht weiter zu verortende Präsenz wahrnehmbar zu sein. Ein Aufblitzen, plötzlich, bei voller Fahrt über die Autobahn, tonlos, ohne Donnern oder Grollen, ein rötliches, grelles Blitzen machte diese Präsenz zum ersten Mal fassbar für mich. War das der Grund für unser aller Schlaflosigkeit? 
Und als ich dann so durch die ganze Nacht hindurch darüber sinnierte, offenbarte sich der eigentliche (Hinter)Grund: zwei grüne Lichter, sich bewegend über den morgendlich sichtbaren Bergen - wir waren schon in Österreich eingefahren: zwei unbekannte Flugobjekte, die mir auch das rötlich blitzende Licht zuvor erklärlich machten. (Zu Ihrer Orientierung habe ich unten eine Fotographie beigefügt. Machen Sie sich selbst ein Bild!)

Aber hört sich das nicht zu unglaublich an? Ufos auf unserer Klassenfahrt? Natürlich ist mir bewusst, dass Schlafentzug die sonst so wachen Sinne geradezu vernebeln können, doch habe ich noch nie davon gehört, dass eine getrübte menschliche Linse auch die Linse einer Kamera täuschen kann.
Und somit wurde die für viele ereignislose Fahrt für wenige wahrscheinlich zum Ereignis der dritten Art!

Angekommen in Gerlos, erinnerte man sich an alte Tugenden und wartete einige Stunden, holte dann die Skimontur, wartete, aß, wartete noch ein kleines bisschen, unterbrochen von kleinen Spielen und einer Wanderung und somit kann fröhlich festgestellt werden, dass unser Karmakonto wieder bis zum Bersten voll ist: Nach einer laaaaangen und weiligen Hinfahrt steht morgen einer richtig schönen Skifahrt nichts mehr im Weg, alles ist bereitet und eine fremde Macht ist mit uns!

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