Literatur/Theater

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Eierlos - Erfolgreiche Aufführungen des Literaturkurses

Der böse Wolf und die böse Stiefmutter haben es satt: Tagein, tagaus dieselbe unbeliebte Rolle zu spielen und das schon seit rund 300 Jahren.

Ella hat beschlossen, endlich etwas zu sagen, schließlich ist sie nicht die einzige, die die unangenehmen Hilfestellungen des Balletttrainers ertragen muss. Niemand möchte etwas dagegen unternehmen, überleg‘ doch mal, welche Auswirkungen das auf sein Leben hätte.

Eine Witwe, die nicht auf die Avancen eines verheirateten Dorfbewohners eingeht, wird der Hexerei bezichtigt und auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

Frauen im Iran, die für ihr bloßes Dasein bestraft werden;  Männer, die sich beim Quartett in Frauenfeindlichkeit überbieten; Julias Zwangsheirat mit dem Grafen, obwohl sie doch Romeo liebt; als 17-jähriges Mädchen nachts allein nach Hause gehen; Catcalling.

Diese Situationen, die Frauen nicht fremd und Männern bekannt sind, wurden von den Schülerinnen und Schülern des Literaturkurses der Q1 in der vergangenen Woche unter dem Titel „Eierlos“ auf die Bühne der Aula des JAG gebracht. Dass diese Szenen von den Schülerinnen und Schülern selbst geschrieben und inszeniert wurden, beeindruckte die zahlreichen Zuschauerinnen und Zuschauer, die den Weg (teilweise sogar gleich an beiden Aufführungstagen) in die Aula fanden. Mindestens genauso beeindruckend war auch das schauspielerische Niveau des Kurses. Tobias Abke, der den diesjährigen Literaturkurs leitete, erklärte vor Beginn der Aufführungen, dass der Großteil der Szenen, nicht aufeinander aufbaue, jedoch alle das Thema „toxische Männlichkeit“ aufgreifen. Dieser rote Faden verband die Szenen miteinander und sorgte dafür, dass die Aufführung das Publikum fesselte, amüsierte und zum Nachdenken anregte.

 

 

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