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JAGlerInnen erzielen super Ergebnisse beim Regionalwettbewerb "Jugend forscht
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JAGlerInnen erzielen super Ergebnisse beim Regionalwettbewerb "Jugend forscht

 

Wir sind wahnsinnig stolz auf unsere Schülerinnen und Schüler der Q1, die mit ihren Projektarbeiten am Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ teilgenommen haben und bei der gestrigen  Preisverleihung in Heinz Nixdorf MuseumsForum in Paderborn erstklassige Platzierungen erreicht und Preise erhalten haben.  

Insgesamt wurden fünf Wettbewerbsprojekte eingereicht, die von Schülerinnen und Schülern unseres Projektkurses Wald erarbeitet wurden. Vier der Projekte haben eine klare thematische Anknüpfung an den Wald und zeigen, wie vielseitig und forschungsnah dieses Themenfeld bearbeitet werden kann. Im Projektkurs Wald haben unsere Schülerinnen und Schüler über einen längeren Zeitraum hinweg eigenständige wissenschaftliche und forschungsorientierte Arbeitsweisen erlernt und angewendet. Ihr hohes Engagement zeigte sich deutlich: Die Forschungsarbeiten entstanden nicht nur im Unterricht, sondern auch in Freistunden, am Wochenende, zuhause sowie durch eigenständige Besuche an Universitäten.

Ein besonderes Highlight ist das Mathematikprojekt von Mika Grauel, mit dem er den zweiten Platz im Wettbewerb erreichte. Sein Projekt wurde fachlich von den Universitäten Hamburg und Marseille betreut und intensiv unterstützt wurde. Die einzigen Sonderpreise im gesamten Wettbewerb erhielten Cedric Ostermann, Leonor Andrea Lopez Grauel und Sophie Meineke.

Die Projekte

Stressabbau im Wald

Sophie Meinecke und Leonor Andrea López Grauel stellten ihr Projekt mit dem Thema „Stressabbau im Wald - neurobiologische Effekte von Waldexposition“ vor: „In unserer Projektarbeit wollen wir untersuchen, wie sich regelmäßige Aufenthalte im Wald auf das Stresssystem des Menschen auswirken, insbesondere auf den Cortisolspiegel, die Aktivität des vegetativen Nervensystems und auf das subjektive Wohlbefinden. Dazu haben wir ein passendes Experiment entwickelt, welches uns Informationen über die mögliche Stressreduktion durch Waldaufenthalte bietet. Wir haben dazu 40 Schülerinnen und Schüler zu ihrem Wohlbefinden und ihrer Stresswahrnehmung während der Klausurenphase befragt“, beschreiben die Schülerinnen ihr Projekt.

Mikroorganismen im Wald

Fenja Schaar und Lena Joline Keller haben an ihrem Projekt mit dem Namen „Unsichtbare Verbreitung von Mikroorganismen im Wald durch uns Menschen“ gearbeitet: „Fast täglich genießen wir unseren Waldspaziergang, ohne uns bewusst zu sein, welchen Schaden wir dabei unter uns anrichten. Abgesehen von den etlichen Erdschichten, die wir mit jedem Schritt verdichten und somit die Wasserversickerung erschweren, verbreiten wir unbewusst auch unzählige Mikroorganismen, wie Viren und Bakterien.“

 Wald im Wandel

Charlotte Lauber stellte ihr Projekt mit dem Thema „Wald im Wandel - Eine Untersuchung zentraler Problemfelder in NRW am Beispiel Wittgenstein“ vor: „Ziel meiner Projektarbeit ist es, zentrale ökologische Problemfelder in Wäldern Nordrhein-Westfalens zu identifizieren und wissenschaftlich zu analysieren. Aufbauend auf den Ergebnissen eines Fragebogens an Waldnutzer untersuche ich systematisch Bodenproben, Humusschichten und die Zusammensetzung von Mikroorganismen, um Rückschlüsse auf Bodengesundheit und Nährstoffkreisläufe zu ziehen. Parallel dokumentiere ich Veränderungen der Vegetation und beobachte das Verhalten von Wildtieren, um Auswirkungen von Forstwirtschaft, Holzentnahme und menschlicher Nutzung auf das Ökosystem zu erfassen. Die Verbindung von empirischen Messungen, eigenen Beobachtungen und Angaben verschiedener Personengruppen ermöglicht eine fundierte Analyse der Problemfelder. Ziel ist es, praxisnahe Handlungsempfehlungen zu entwickeln, die ökologische Stabilität fördern und Waldnutzung nachhaltiger gestalten, exemplarisch untersucht in Wittgenstein, Sauerland und Winterberg.“

Angepasste Durchforstung

Cedric Ostermann hat an seinem Projekt mit dem „Thema Wald im Wandel - Wie angepasste Durchforstung unseren Wald retten kann“ gearbeitet und stellte dieses nun vor: „In meinem Projekt beschäftige ich mich damit, wie optimal angewandte Durchforstung helfen kann, die ökologische Stabilität und wirtschaftliche Tragfähigkeit, eines unser wirtschaftlich und ökologisch wichtigsten Ökosysteme unseres Planeten, zu bewahren. Dabei geht es um die Entwicklung eines Schemas, welches uns ermöglicht, den Wald so zu bewirtschaften, dass es möglichst nachhaltig und trotzdem wirtschaftlich attraktiv ist. Dabei möchte ich so vorgehen, dass ich bestehende Durchfosrtungssysteme vergleiche, mit Blick auf ökologische Parameter, wie z.B. Vitalität der Bäume, Biodiversität, Niederschlag und Temperatur im Bestand etc.. Genauso möchte ich auf wirtschaftliche Parameter, wie z.B. Ertrag pro Hektar, Arbeitsaufwand, Kosten/Nutzenaufwand etc. [blicken] Aus den abgeleiteten positiven und negativen Faktoren möchte ich dann ein Schema entwickeln, welches hilft, ökologische und wirtschaftliche Tragfähigkeit zu bewahren.“

Variation des Startwerts in der Mandelbrot-Menge

Mika Grauel stellte das Projekt „Variation des Startwerts in der Mandelbrot-Menge“ vor: „In meinem Projekt möchte ich untersuchen, wie sich die Mandelbrot-Menge verändert, wenn man den üblichen Startwert z0=0 variiert. Außerdem beschäftige ich mich mit Strukturen, die entstehen, wenn man viele solcher Mandelbrot-Mengen-Varianten für unterschiedliche z0-Werte über das komplexe Zahlenfeld hinweg berechnet, eine Darstellung, die ich als z0-Mandel-Matrix bezeichne.“

  

Der Wettbewerbstag

Der Wettbewerbstag begann sehr früh: Bereits um 5:15 Uhr machte sich die "Jugend forscht"-Truppe mit dem Bus auf den Weg nach Paderborn– am Steuer: Frau Heinrich-Stiller. Gegen 7:00 Uhr kamen sie am Heinz-Nixdorf-Museums-Forum an und starteten direkt mit dem Aufbau der Projektstände. Nach der offiziellen Begrüßung durch die Wettbewerbsleitung ging es auch schon in die intensive Arbeitsphase.

Am Vormittag standen mehrere Jurygespräche auf dem Programm – insgesamt bis zu drei Gespräche mit unterschiedlichen Jurys, darunter eine Fachjury und eine Jugendjury. Alle Teilnehmenden präsentierten ihre Projekte, erklärten ihre Ideen und beantworteten die interessierten und teilweise anspruchsvollen Fragen der Jurymitglieder.

Nach einer wohlverdienten Mittagspause in der Mensa öffneten sich am Nachmittag die Türen für die Öffentlichkeit. Beim sogenannten Open Door konnten zahlreiche Besucherinnen und Besucher die Stände der einzelnen Projektarbeiten besichtigen. Eine besondere Herausforderung – die aber souverän gemeistert wurde – stellte der Besuch einer großen Gruppe von Austauschschülerinnen und -schülern dar, denen die Projekte spontan auf Englisch vorgestellt wurden.

Den feierlichen Abschluss bildete um 16:00 Uhr die Preisverleihung: Der Bürgermeister und der Landrat hoben das Engagement und die Leistungen der Teilnehmenden hervor. Die Preise wurden von verschiedenen Stiftern und Sponsoren aus Wirtschaft, Stiftungen und der Gemeinde Paderborn überreicht.

Ein langer Tag, der viel Einsatz forderte – aber auch eindrucksvoll zeigte, wie viel Motivation, Können und Begeisterung in unseren Schülerinnen und Schülern steckt.

 

 

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